Ein Spiel knapp verloren, das nächste in einem packenden Fünfsätzer gewonnen: Die U20-1 der Appenzeller Bären erlebte nach den Herbstferien einen Spieltag mit Höhen und Tiefen – und bewies dabei Kampfgeist und Nervenstärke.
Das erste Spiel gegen Wittenbach stand unter schwierigen Vorzeichen. Ferienabwesenheiten, Verletzungen und zwei kurzfristige Krankheitsausfälle liessen das Team auf lediglich sieben Spielerinnen schrumpfen. Die Appenzellerinnen schlugen sich dennoch beachtlich. Wittenbach agierte konstanter, und obwohl die Bärinnen im dritten Satz lange in Führung lagen, verhinderten Eigenfehler und das nötige Quäntchen Glück den Satzgewinn. Mit 24:26 ging auch der dritte Satz verloren. Das Schlussresultat von 0:3 fiel deutlicher aus, als es der Spielverlauf vermuten liess.
Zwei Wochen später empfingen die Appenzellerinnen Rheno vor heimischem Publikum in Appenzell. Mit fast vollständigem Kader bot sich die Gelegenheit, verschiedene Aufstellungen auszuprobieren und die optimale Formation weiter zu finden. Der Start misslang, und auch im zweiten Satz lagen die Appenzellerinnen mit 17:23 zurück. Doch das Timeout zeigte Wirkung: Mit Elina am Service kämpften sich die Bärinnen Punkt für Punkt heran und drehten den Satz tatsächlich noch zum umjubelten 26:24.
Den dritten Satz überliess man Rheno, ehe im vierten Durchgang mit einigen Umstellungen nochmals neuer Schwung ins Spiel kam. Nach einem Rückstand von 19:23 bewiesen die Appenzellerinnen erneut Kampfgeist. Rheno musste beim Stand von 23:22 nochmals ein Timeout nehmen, doch die Bärinnen blieben dran und sicherten sich den hart umkämpften Satz mit 27:25.
Der Entscheidungssatz begann perfekt: Mit druckvollem Service legten die Appenzellerinnen gleich 4:0 vor. Rheno gab jedoch nicht auf und ging zwischenzeitlich sogar mit 11:10 in Führung. In einer spannenden Schlussphase wechselte die Führung hin und her. Am Ende hatten die Bärinnen das bessere Ende für sich und feierten vor heimischem Publikum überglücklich einen 3:2-Sieg.
Viel Selbstvertrauen und wichtige Erkenntnisse nehmen die Bärinnen aus diesen Spielen mit. Am 8. November wartet in St. Gallen das SM-Qualifikationsturnier mit dem STV St. Gallen und Smash Winterthur. Dafür braucht es nochmals eine Schippe mehr – die Bärinnen sind bereit, um jeden Ball zu kämpfen!