Bewährte Kräfte – Jan Fritsche ersetzt Beni Krüsi

Wenn man das Teamfoto der ersten Herrenmannschaft studiert, könnte man auf die Idee kommen, dass es sich hier um eine ambitionierte Seniorenmannschaft handeln könnte, welche nahezu ohne Ersatzspieler eine Meisterschaft bestreiten würde. Doch wie es so oft der Fall ist, trügt der Schein. Einerseits fehlen aus verschiedensten Gründen genau die drei jüngsten Teammitglieder auf dem Mannschaftsfoto, andererseits wird das Team um Spielertrainer Sascha Messmer nach dem überlegenen 1. Rang vor zwei Jahren und dem 3. Rang in der letzten Saison eine weitere Saison alles daransetzen, in der vorderen Tabellenhälfte der 2. Liga Regionalverband Nordostschweiz mitzumischen. Mit 10 Mann ist die Kadergrösse für eine Meisterschaft ideal, auf jeder Position kann ein Spieler eingewechselt werden, vorausgesetzt, dass das Team von der Verletzungshexe verschont bleiben wird.

Im Vergleich zur letzten Spielzeit hat sich wenig verändert. Selcuk Taskin wird sich auf sein Studium in Zürich konzentrieren und wahrscheinlich auch dort spielen. Er wird aber immer, wenn er sich auf Innerrhoder Boden aufhält, mit dem Team trainieren und steht dem Verein weiterhin als Schiedsrichter zur Verfügung. Der einzige Wechsel in der Teamliste hat sich auf der Aussenposition ergeben, und selbst hier kann nur von einer leichten Anpassung im Kader die Rede sein. Der langen Rede kurzer Sinn, das langjährige Teammitglied Beni Krüsi blickt Vaterfreuden entgegen und wird sich im nächsten Jahr auf diese Aufgabe konzentrieren. Er bleibt dem Verein als Freimitglied erhalten und steht dem Herren 1 manchmal als Trainingspartner zur Verfügung und pflegt so den guten Kontakt zu den Appenzeller Bären. Jan Fritsche, welcher die letzte Saison vorwiegend im Herren 2 absolviert hat und im Herren 1 jeweils als Joker zur Verfügung stand, ersetzt Beni Krüsi im Aussenangriff. Jan Fritsche tut dem Team durch seine unbeschwerte Spielweise und seine Einsatzbereitschaft gut. Ein Wermutstropfen bildet der Umstand, dass er durch sein Studium in Zürich nicht so regelässig mit dem Team trainieren kann, wie es einem so jungen Spieler gut tun würde. Mit Ivan Kuster auf der Mitteposition steht ein zweiter Spieler im Kader der Bären, welcher aufgrund seines Studiums nur reduziert dabei sein kann. Er studiert in der Nähe von Bern und wird dementsprechend auch an den Wochenspielen nicht zur Verfügung stehen. Ivan Kuster wird von den unzähligen Stunden, welche er in den vergangenen Jahren als Spieler und Trainer in der Halle verbracht hat, profitieren und auch mit reduzierter Trainingsanwesenheit eine gute Rolle spielen können, wenn es darum geht, das gegnerische Team mit Angriffen über die Mitte oder mit Services unter Druck zu setzen. Auch der zweite Youngstar auf der Mitteposition, Luca Signer, kann leider nicht wie gewünscht mit dem Team trainieren, einerseits hat er sich in der Saisonvorbereitung am Knie verletzt, andererseits absolviert er die Rekrutenschule.

Auch wenn es nicht optimal ist, dass das Team oft nicht komplett trainieren kann, blickt Spielertrainer Sascha Messmer zuversichtlich in die kommende Saison. Die Gründe sind vielfältig. Selbst der heisse Sommer vermochte den Kern des Teams nicht auseinander zu reissen. So bilden Raphael Streule und Marc Messmer ein bewährter Annahme- und Verteidigungsriegel, Marco Zehnder und Marco Keller gehören zu den schlagkräftigsten Angreifern in der Liga, Domenik Messmer und Roman Manser erfreuen sich bester Gesundheit und lassen ihre Routine spielen. Die Akzeptanz von Spezialfällen, wie die zeitweise Trainingsabwesenheit der jungen Spieler, und die Kompromissbereitschaft gehören seit vielen Jahren zu einer Stärke des Teams und ist mit Sicherheit ein Erfolgsfaktor.
Ein weiterer Erfolgsfaktor bilden die letztjährigen Spieler der zweiten Herrenmannschaft, welche neu zusammen mit dem Herren 1 trainieren: Pascal Hasler, Lukas Baumann, Patrick Manini, Michi Heinzer und Kevin Speck. Es war für den Verein eine harte Entscheidung, auf diese Saison keine zweite Herrenmannschaft mehr anmelden zu können, weil es einige wenige Spieler zu wenig waren. Umso erfreulicher ist der Umstand, dass trotzdem fast alle Spieler dem Verein treu geblieben sind. Das Herren 1 profitiert von einer sinnvollen Anzahl Trainingsteilnehmer, die Herren 2 Spieler profitieren von den Trainings mit den Nationalliga-erprobten Routiniers.
Mit dem Aufstieg von St. Gallen in die 1. Liga erwartet Sascha Messmer eine sehr ausgeglichene Gruppe. Einzig die beiden Aufsteiger St. Gallen 2 und Rickenbach sind leistungsmässig schwierig einzuschätzen. Für die Appenzeller Bären wird dementsprechend jede Partie zu einer Challenge und es sind spannende Spiele für die Zuschauerinnen und Zuschauer garantiert.

2018-10-03T13:03:40+00:00 0 Comments